Notargeschäfte

Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Der auf einem Notaranderkonto hinterlegte Kaufpreises – und die treuwidrigen Verfügungen des Notars

27. März 2017 | Notargeschäfte, Notarpflichten und Notarhaftung

Der Auszahlung des auf einem Notaranderkonto hinterlegten Kaufpreises an den Verkäufer steht nicht entgegen, dass der beurkundende Notar treuwidrige Abbuchungen von diesem Konto veranlasst und später den Fehlbestand durch eine ebenfalls treuwidrige Überweisung von einem anderen auf seinen Namen lautenden Notaranderkonto ausgeglichen hat. In dem hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Unterschriftsbeglaubigungen in Grundstückssachen – nur durch Notare?

15. März 2017 | Notargeschäfte, Prozess- und Verfahrensrecht

Die Mitgliedstaaten können den Notaren die Vornahme von Beglaubigungen der Echtheit von Unterschriften auf Urkunden, die für die Schaffung oder Übertragung von Rechten an Liegenschaften erforderlich sind, vorbehalten. Dieses Erfordernis trägt nach einem Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union zur Gewährleistung der Rechtssicherheit von Grundstückstransaktionen und zur Funktionsfähigkeit des Grundbuchs … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Die von den Vertragsparteien bevollmächtigte Notarangestellte – und die Anweisungspflicht des Notars

8. Februar 2017 | Notargeschäfte, Notarpflichten und Notarhaftung

Nach § 19 Abs. 1 Satz 1 BNotO ist der Notar zum Schadensersatz verpflichtet, wenn er die einem anderen gegenüber obliegende Amtspflicht fahrlässig oder vorsätzlich verletzt und dadurch ein Schaden entsteht. Der Notar ist jedoch nciht verpflichtet, seine von den Beteiligten bevollmächtigteb Angestellten anzuweisen, für die Käufer oder die Verkäuferin … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Systematische Aufspaltung notarieller Grundstückskaufverträge

29. Juni 2016 | Notargeschäfte

Die Aufspaltung von Verträgen erfolgt “systematisch” im Sinne von § 14 Abs. 3 BNotO iVm Ziff. II Nr. 1 Buchst. d RL F, wenn sich der Notar über das Erfordernis eines sachlichen Grundes hinwegsetzt und das Fehlen des sachlichen Grundes bewusst hinnimmt. De hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Fall betraf einen … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Annahme eines Kaufangebots – und die Haftung des Notars

7. April 2016 | Notargeschäfte, Notarpflichten und Notarhaftung

Nach § 17 Abs. 1 Satz 1 BeurkG hat der Notar den Willen der Beteiligten zu erforschen, den Sachverhalt zu klären und über die rechtliche Tragweite des Geschäfts zu belehren. Damit soll gewährleistet werden, dass die zu errichtende Urkunde den Willen der Parteien vollständig sowie inhaltlich richtig und eindeutig wiedergibt. … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Beurkundung vermeintlicher Firmenbestattungen

6. Januar 2016 | Notargeschäfte

Der Notar muss seine Mitwirkung bereits bei Handlungen versagen, bei denen erkennbar der Verdacht besteht, dass unerlaubte oder unredliche Zwecke verfolgt werden (§ 14 Abs. 2 BNotO, § 4 BeurkG). Der Bundesgerichtshof sieht ein Dienstvergehen des Notars bereits darin, dass der Notar entgegen § 14 Abs. 2, Abs. 3 Satz … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Der englische Notar in Deutschland

3. November 2015 | Notargeschäfte

Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde eines englischen Notars gegen die Versagung, in Deutschland eine nach deutschem Recht ausschließlich in Deutschland bestellten Notaren vorbehaltene Tätigkeit auszuüben, nicht zur Entscheidung angenommen. Der englische Notary ist Rechtsanwalt und war bis zum Erreichen der Altersgrenze Notar im Bezirk des Berliner Kammergerichts. Er ist ferner … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Grundschulden – und ihre Bestellung durch Notariatsmitarbeiter

30. Oktober 2015 | Notargeschäfte

Mit dem Amtspflichtenverstoß eines Notars, der Grundschuldbestellungen ohne sachlichen Grund durch seine in den zugrunde liegenden Grundstückskaufverträgen bevollmächtigten Mitarbeiter beurkundet, hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen: Nach § 17 Abs. 2a Satz 1 Nr. 1 BeurkG soll der Notar bei Verbraucherverträgen darauf hinwirken, dass die rechtsgeschäftlichen Erklärungen des Verbrauchers … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Wohnungskauf beim Mitternachtsnotar

6. August 2015 | Notargeschäfte

Die Vereinbarung eines freien Rücktrittsrechts in einem notariellen Kaufvertrag rechtfertigt es nicht, dass der Notar die Beurkundung ohne Einhaltung der Regelfrist von zwei Wochen nach § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG (hier: in der Fassung vom 23.07.2002) vornimmt. Nimmt der Notar die Beurkundung trotzdem vor, trifft ihn … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Beurkundungen außerhalb des Amtsbereichs

7. Mai 2015 | Notargeschäfte

§ 10a Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 BNotO verweist den Notar hinsichtlich seiner Urkundstätigkeit grundsätzlich auf den Bezirk des Amtsgerichts, in dem er seinen Amtssitz hat (Amtsbereich). Beurkundungen außerhalb seines Amtsbereichs darf der Notar dann vornehmen, wenn besondere berechtigte Interessen der Rechtsuchenden ein Tätigwerden außerhalb des Amtsbereichs gebieten. … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Auslegungsprobleme bei der Verwahranweisung an einen Notar

16. April 2015 | Notargeschäfte

Der Notar ist nicht berechtigt, ein nicht zweifelfreies Verständnis vom Inhalt einer Verwahrungsanweisung seinem Handeln zugrunde zu legen, ohne mit der Treugeberin ein Einvernehmen herbeigeführt zu haben. Die Formulierung im dritten Spiegelstrich der Hinterlegungsanweisung der Treugeberin, dass dem Notar “keine sonstigen Umstände bekannt geworden sind, die der Eintragung unserer Grundschuld/en … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Der doch nicht festgestellte Grundbuchinhalt

16. April 2015 | Notargeschäfte

Einem Notar, der sich entgegen seines Vermerks in der betreffenden Urkunde nicht über den Grundbuchinhalt unterrichtet hat, ist nicht nur ein Verstoß gegen § 21 Abs. 1 Satz 1 BeurkG anzulasten, wonach sich der Notar bei Geschäften, die im Grundbuch eingetragene oder einzutragende Rechte betreffen, über den Grundbuchinhalt unterrichten soll. … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Änderung einer Verwahrungsanweisung – und das Schriftformerfordernis

14. Januar 2015 | Notargeschäfte

Die Einhaltung der Schriftform gilt auch für Änderungen einer Verwahrungsanweisung und ist unverzichtbar. In der hier vom Bundesgerichtshof entschiedenen Disziplinarsache hatte der Notar bei der Abwicklung einer Masse Beträge, die eine Bank auf ein Notaranderkonto zur treuen Hand überwiesen hatte, ohne schriftliche Zustimmung der Bank in Investmentfonds-Anteilen angelegt. Ein Schaden … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Eintragungen ins Verwahrungs- und Massenbuch

14. Januar 2015 | Notargeschäfte

Nach § 10 Abs. 3 DONot haben die Eintragungen in das Verwahrungs- und Massenbuch unter dem Datum des Eingangs der Kontoauszüge oder der Mitteilung über Zinsgutschriften oder Spesenabrechnungen zu erfolgen. Die Landesjustizverwaltung ist nach § 93 BNotO im Rahmen der Dienstaufsicht befugt, den Notaren durch Verwaltungsvorschriften allgemeine Weisungen zu erteilen. … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Das Zurückbehaltungsrecht des Notars bei der Eigentumsumschreibung

11. Dezember 2014 | Notargeschäfte

Der mit dem Vollzug eines Kaufvertrags betraute Notar kann ein Tätigwerden hinsichtlich der Eigentumsumschreibung nicht nach § 141 i.V.m. § 10 Abs. 1 KostO mit der Begründung verweigern, der Käufer habe Gebührenansprüche noch nicht erfüllt. Der Bundesgerichtshof verneint ein Zurückbehaltungsrecht des Notars nach den hier gemäß § 136 Abs. 1 … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Die Verschwiegendheitspflicht des Notars – und die Anordnung der Vorlage von Notarakten

25. August 2014 | Notargeschäfte, Notarpflichten und Notarhaftung

Mit der Berücksichtigung der Verschwiegenheitspflichten eines Notars bei der Ermessensausübung nach § 142 Abs. 1 ZPO betreffend die Anordnung der Vorlage von Notarakten hatte sich aktuell der Bundesgerichtshof zu befassen. Im vorliegenden Fall hatte in der Vorinstanz das Berliner Kammergericht davon abgesehen, dem beklagten NOtar nach § 142 Abs. 1 … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Verwaltungsgebühren für vom Notar eingeholte behördliche Auskünfte

23. Juni 2014 | Notargeschäfte

Weder aus § 351 Satz 1 FamFG noch aus Art. 35 GG oder aus § 8 Abs. 1 Satz 1 VwVfG ergibt sich die Kostenfreiheit für behördliche Auskünfte, die ein Notar in Erfüllung seiner ihm durch § 351 Satz 1 FamFG auferlegten Nachforschungspflicht einholt. In dem hier vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Der Notariatsverwalter, die Drei-Monats-Frist und neue Beurkundungsfälle

6. Januar 2014 | Notargeschäfte

Nachhaltige, vorsätzliche und eigennützige Verstöße gegen die zwingende berufsrechtliche Regelung des § 56 Abs. 2 Satz 3 BNotO durch Beurkundungen unter Überschreitung der Drei-Monats-Frist können Zweifel an der persönlichen Eignung des Bewerbers für das Notaramt begründen . Für die Beurteilung, ob Verhaltensweisen und Auffälligkeiten eines Bewerbers für das Notaramt nicht … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe “Gestalterische Vorkehrungen” für Kettenkaufverträge – und die vorläufige Amtsenthebung eines Notars

11. Dezember 2013 | Notargeschäfte

Die vorläufige Amtsenthebung kann bei einem bisher disziplinarrechtlich nicht in Erscheinung getretenen Notar geboten sein, wenn dieser durch Verabredung “gestalterischer Vorkehrungen” für die Durchführung künftig beabsichtigter Beurkundungen von Kettenkaufverträgen die gemäß § 14 Abs. 2 BNotO verbotene Amtsausübung verschleiert. Nach § 96 Abs. 1 Satz 1 BNotO, § 38 Abs. … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Notarielle Beurkundungstätigkeit im Ausland

26. April 2013 | Notargeschäfte

Der Genehmigungsvorbehalt des § 11 Abs. 2, 2. Alt. BNotO erfasst auch Urkundstätigkeiten von Notaren im Ausland. Sofern die Genehmigungsfähigkeit einer notariellen Urkundstätigkeit im EU-Ausland nicht bereits am Territorialitätsprinzip scheitert, was der Bundesgerichtshof offen gelassen hat, kommt eine Genehmigung nur ausnahmsweise in Betracht, sofern objektiv gewichtige Interessen der Urkundsbeteiligten gefährdet … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Der Verstoß eines Anwaltsnotars gegen ein Tätigkeitsverbot

12. April 2013 | Anwaltspflichten, Notargeschäfte

Verstößt ein Anwaltsnotar gegen das Tätigkeitsverbot nach § 45 Abs. 1 Nr. 1 BRAO, so ist dieser Verstoß berufsrechtlich (also “auf der Anwaltsseite”) und nicht disziplinarrechtlich (also nicht “auf der Notarseite”) zu ahnden. Dies gilt auch, soweit hiermit eine Verletzung der Neutralitätspflicht nach § 14 Abs. 1 Satz 1 BNotO … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Auskunft aus den Nebenakten eines Notars

26. März 2013 | Notargeschäfte, Notarrecht

Die Erteilung einer Auskunft kann – als Nebentätigkeit – auch dann eine im Notarbeschwerdeverfahren durchsetzbare notarielle Amtstätigkeit sein, wenn die Haupttätigkeit und deren Vollzug abgeschlossen sind. Dient die Einsichtnahme in die Nebenakten des Notars der Ausforschung eines vermuteten Sachverhalts, besteht keine Ausnahme von der Verschwiegenheitspflicht des Notars. Auskunftspflicht des Notars … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Zwingende Überlegungsfrist vor dem Grundstückskauf

20. März 2013 | Notargeschäfte

Kauft ein Verbraucher ein Grundstück, so soll der Notar darauf hinwirken, dass der Verbraucher ausreichend Gelegenheit erhält, sich vorab mit dem Gegenstand der Beurkundung auseinander zu setzen. § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 BeurkG sieht insoweit vor, dass dies im Regelfall dadurch geschieht, dass dem Verbraucher der beabsichtigte … 



Weitere Informationen auf der Anwaltslupe Grundstücksübertragung zwischen Eheleuten und die Vorbefassung des Notars

17. Dezember 2012 | Notargeschäfte

Ein Anwaltsnotar, der einen Ehegatten in einem Scheidungsverfahren anwaltlich vertreten hat, darf als Notar an der Beurkundung eines Grundstücksübertragungsvertrags zwischen den vormaligen Ehepartnern nicht mitwirken, wenn in diesem auch geregelt ist, dass mit Erfüllung der Zahlungsverpflichtung des Erwerbers sämtliche wechselseitigen Zugewinnausgleichsansprüche erledigt sind. Das gilt auch, wenn das Anwaltsmandat die … 



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