Zurückweisung von Parteivorbringen - und die erforderliche Feststellung grober Nachlässigkeit

Zurück­wei­sung von Par­tei­vor­brin­gen – und die erfor­der­li­che Fest­stel­lung gro­ber Nach­läs­sig­keit

Die den Vor­wurf der gro­ben Nach­läs­sig­keit iSd. § 296 Abs. 2 ZPO begrün­den­den Tat­sa­chen müs­sen vom Gericht posi­tiv fest­ge­stellt wer­den. In dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall strei­ten die Par­tei­en über die Wirk­sam­keit einer ordent­li­chen Kün­di­gung. Das Arbeits­ge­richt hat der beklag­ten Arbeit­ge­be­rin auf­ge­ge­ben, die betrieb­li­chen Erfor­der­nis­se für die Kün­di­gung inner­halb einer

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Die Beschwerdeschrift,  das EGVP - und die erforderliche Signatur

Die Beschwer­de­schrift, das EGVP – und die erfor­der­li­che Signa­tur

Über das Elek­tro­ni­sche Gerichts- und Ver­wal­tungs­post­fach (EGVP) des Bun­des­ar­beits­ge­richts kann eine Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de seit dem 1.01.2018 nur dann ein­ge­reicht wer­den, wenn die als elek­tro­ni­sches Doku­ment über­mit­tel­te Beschwer­de­schrift mit einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Signa­tur (qeS) ver­se­hen ist. Die gesetz­li­che Form ist nicht mehr gewahrt, wenn die qua­li­fi­zier­te elek­tro­ni­sche Signa­tur nur an dem an

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Substantiierter Parteivortrag - und die Bezugnahme auf Anlagen

Sub­stan­ti­ier­ter Par­tei­vor­trag – und die Bezug­nah­me auf Anla­gen

Ein Zah­lungs­an­trag ist zuläs­sig, ins­be­son­de­re hin­rei­chend bestimmt, § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, wenn die Arbeit­neh­me­rin dar­in Ver­gü­tung für eine bestimm­te Zeit in einer bestimm­ten Höhe (brut­to) ver­langt. Damit ist der Antrag für den streit­be­fan­ge­nen Zeit­raum als abschlie­ßen­de Gesamt­kla­ge zu ver­ste­hen . Der Vor­trag der Klä­ge­rin zu die­sem Zah­lungs­an­trag ist aller­dings

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Klageanträge - und ihre rechtsschutzgewährende Auslegung

Kla­ge­an­trä­ge – und ihre rechts­schutz­ge­wäh­ren­de Aus­le­gung

Für die Aus­le­gung von Kla­ge­an­trä­gen gel­ten die für Wil­lens­er­klä­run­gen maß­geb­li­chen Aus­le­gungs­re­geln, §§ 133, 157 BGB. Die Gerich­te sind gehal­ten, Kla­ge­an­trä­ge nach Mög­lich­keit so aus­zu­le­gen, dass hier­durch eine vom Antrag­stel­ler erkenn­bar erstreb­te Sach­ent­schei­dung ermög­licht wird. Im Zwei­fel ist gewollt, was nach den Maß­stä­ben der Rechts­ord­nung ver­nünf­tig ist und der rich­tig ver­stan­de­nen

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Die nicht ausgeschriebene Unterschrift

Die nicht aus­ge­schrie­be­ne Unter­schrift

Eine von einem Rechts­an­walt ein­ge­reich­te sofor­ti­ge Beschwer­de muss mit vol­lem Namen unter­schrie­ben sein. Eine wis­sent­lich und wil­lent­lich abge­kürz­te Unter­schrift (nicht Aus­schlei­fung der Unter­schrift) ist nicht aus­rei­chend, auch wenn der Rechts­an­walt erklärt, immer so zu „unter­schrei­ben“. Ansons­ten ist die sofor­ti­ge Beschwer­de gem. § 78 Satz 1 ArbGG iVm. § 572 Abs. 2 Satz

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Der gemeinsame Nachtbriefkasten - un die fehlerhafte adressierte Berufungsschrift

Der gemein­sa­me Nacht­brief­kas­ten – un die feh­ler­haf­te adres­sier­te Beru­fungs­schrift

Ein bei einer gemein­sa­men Ein­lauf­stel­le meh­re­rer Gerich­te ein­ge­gan­ge­ner Schrift­satz einer Par­tei ist mit der Ein­rei­chung bei der Ein­lauf­stel­le aus­schließ­lich bei dem Gericht ein­ge­gan­gen, an das er adres­siert ist . Dies war in dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall einer ver­se­hent­lich an das Arbeits­ge­richt Erfurt adres­sier­ten Beru­fungs­schrift aber das Arbeits­ge­richt und

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Die unvollständige Rechtsbehelfsbelehrung - und die Berufungsfrist

Die unvoll­stän­di­ge Rechts­be­helfs­be­leh­rung – und die Beru­fungs­frist

Trotz unrich­ti­ger oder unvoll­stän­di­ger Rechts­be­helfs­be­leh­rung des Arbeits­ge­richts kann der Beru­fungs­klä­ger nicht gemäß § 9 Abs. 5 Satz 4 ArbGG die Beru­fung inner­halb eines Jah­res seit Zustel­lung der erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dung ein­le­gen, wenn er von der Unrich­tig­keit oder Unvoll­stän­dig­keit der Rechts­be­helfs­be­leh­rung nicht beschwert wird. So wur­de im hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall in der Rechts­mit­tel­be­leh­rung

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Prozesskostenhilfe - und der vermögende Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft

Pro­zess­kos­ten­hil­fe – und der ver­mö­gen­de Part­ner einer nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft

Eine ana­lo­ge Anwen­dung von § 1360a Abs. 4 BGB auf nicht ein­ge­tra­ge­ne nicht­ehe­li­che Lebens­ge­mein­schaf­ten schei­det aus. Auf eine dem Pro­zess­kos­ten­vor­schuss­an­spruch ver­gleich­ba­re finan­zi­el­le Betei­li­gung des Lebens­ge­fähr­ten kann die Par­tei in die­sen Fäl­len – selbst bei gemein­sa­mem Wirt­schaf­ten inner­halb einer Bedarfs­ge­mein­schaft – auch nicht aus dem Rechts­ge­dan­ken der §§ 20, 39 SGB XII

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Die Auseinandersetzung mit den erstinstanzlichen Urteil in der Berufungsbegründung

Die Aus­ein­an­der­set­zung mit den erst­in­stanz­li­chen Urteil in der Beru­fungs­be­grün­dung

Eine Beru­fungs­be­grün­dung muss nach § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO eine hin­rei­chen­de Dar­stel­lung der Grün­de ent­hal­ten, aus denen sich die Rechts­feh­ler­haf­tig­keit der ange­foch­te­nen Ent­schei­dung erge­ben soll. Dies soll gewähr­leis­ten, dass der Rechts­streit für die Beru­fungs­in­stanz durch eine Zusam­men­fas­sung und Beschrän­kung des Rechts­stoffs aus­rei­chend vor­be­rei­tet wird. Des­halb hat der Beru­fungs­klä­ger die

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Beiordnung eines Notanwalts

Bei­ord­nung eines Not­an­walts

Die Bei­ord­nung eines Not­an­walts setzt vor­aus, dass die Rechts­ver­fol­gung nicht mut­wil­lig oder aus­sichts­los erscheint. Aus­sichts­lo­sig­keit besteht, wenn ein güns­ti­ges Ergeb­nis auch bei anwalt­li­cher Bera­tung ganz offen­bar nicht erreicht wer­den kann. Auf ihren Antrag kann einer Par­tei für ein Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de­ver­fah­ren vor dem Bun­des­ar­beits­ge­richt oder für einen ent­spre­chen­den Wie­der­ein­set­zungs­an­trag ein zur Ver­tre­tung

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Kammerrechtsbeistand - und seine Postulationsfähigkeit in Arbeitsgerichtsverfahren

Kam­mer­rechts­bei­stand – und sei­ne Pos­tu­la­ti­ons­fä­hig­keit in Arbeits­ge­richts­ver­fah­ren

Ein Rechts­bei­stand ist vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt nicht pos­tu­la­ti­ons­fä­hig, auch wenn er Mit­glied einer Rechts­an­walts­kam­mer ist. Die Beru­fungs­schrift ist als bestim­men­der Schrift­satz von einem pos­tu­la­ti­ons­fä­hi­gen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten zu unter­zeich­nen (§ 64 Abs. 6 Satz 1 ArbGG iVm. § 519 Abs. 4, § 130 Nr. 6 ZPO). Die­ser Anfor­de­rung genügt ein von einem Kam­mer­rechts­bei­stand unter­zeich­ne­ter Schrift­satz

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Postulationsfähigkeit eines Kammerrechtsbeistands vor dem Landesarbeitsgericht

Pos­tu­la­ti­ons­fä­hig­keit eines Kam­mer­rechts­bei­stands vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt

Kam­mer­rechts­bei­stän­de (§ 209 Abs. 1 BRAO) sind vor den Lan­des­ar­beits­ge­rich­ten nicht gemäß § 11 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 4 ArbGG iVm § 3 Abs. 1 Nr. 3 RDGEG pos­tu­la­ti­ons­fä­hig. Im arbeits­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren müs­sen die Beru­­fungs- und die Beru­fungs­be­grün­dungs­schrift von einem nach § 11 Abs. 4 ArbGG pos­tu­la­ti­ons­fä­hi­gen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten unter­zeich­net sein. Fehlt es hier­an, so ist das

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Berufungseinlegung durch den angestellten Rechtsanwalt - auf dem Briefkopf der Arbeitgeberin

Beru­fungs­ein­le­gung durch den ange­stell­ten Rechts­an­walt – auf dem Brief­kopf der Arbeit­ge­be­rin

Die Beru­fungs­schrift ist als bestim­men­der Schrift­satz von einem pos­tu­la­ti­ons­fä­hi­gen Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten zu unter­zeich­nen (§ 64 Abs. 6 Satz 1 ArbGG iVm. § 519 Abs. 4, § 130 Nr. 6 ZPO). Nach § 11 Abs. 4 Satz 1 ArbGG müs­sen sich die Par­tei­en vor dem Lan­des­ar­beits­ge­richt grund­sätz­lich durch Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te ver­tre­ten las­sen. Als Bevoll­mäch­tig­te sind außer Rechts­an­wäl­ten nur

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