Die ausländische Steuerberatungs-Ltd. — und die Niederlassungsfreiheit

Für die Anwen­dung der union­srechtlichen Vorschriften über das Nieder­las­sungsrecht auf eine steuer­ber­a­tende Tätigkeit in Deutsch­land reicht es nicht aus, dass ein in einem anderen Mit­glied­staat ansäs­siger Dien­stleis­ter in sta­bil­er und kon­tinuier­lich­er Weise eine Beruf­stätigkeit in Deutsch­land ausübt. Vielmehr muss der Dien­stleis­ter in Deutsch­land auch über eine ständi­ge Präsenz (Geschäft­sräume) ver­fü­gen1.

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Steuerberatung durch eine EU-Steuerberatungsgesellschaft

Steuer­ber­atungs­ge­sellschaften, die in einem anderen Mit­glied­staat der EU niederge­lassen sind, sind nach § 3a StBerG unter den im Einzel­nen fest­gelegten Voraus­set­zun­gen zu ein­er vorüberge­hen­den und gele­gentlichen Hil­feleis­tung in Steuer­sachen “auf” deutschem Gebi­et befugt. § 3a StBerG erfasst nicht gren­züber­schre­i­t­ende Dien­stleis­tun­gen ohne physis­chen Gren­züber­tritt der für die Steuer­ber­atungs­ge­sellschaft han­del­nden Per­so­n­en. Eine

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Der niederländische Belastingadviseur als Prozessbevollmächtigter

Ein in den Nieder­lan­den ansäs­siger “Belastin­gad­viseur” als Prozess­bevollmächtigter zurück­zuweisen, wenn er in Deutsch­land mehr als nur vorüberge­hend geschäftsmäßige Hil­fe in Steuer­sachen leis­tet. Seit dem grundle­gen­den Beschluss des Bun­des­fi­nanzhofs vom 21.08.20081 ist ‑wie auch schon zuvor in Bezug auf die durch Art. 1 Nr. 3 des Acht­en Geset­zes zur Änderung des

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Niederlassung eines Europäischen Rechsanwalts im Heimatland

Es gehört zu den Grund­frei­heit­en eines Ange­höri­gen eines Mit­glied­staates der Europäis­chen Union, den Mit­glied­staat, in dem er seine Berufs­beze­ich­nung erwer­ben will, und den Mit­glied­staat, in dem er seinen Beruf ausüben möchte, frei zu wählen. Daher darf jemand den Recht­san­walts­beruf unter der in einem anderen Mit­glied­staat erwor­be­nen Berufs­beze­ich­nung ausüben. So hat

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Nachweis der Bestellung eines Einvernehmensanwalts

Ein dien­stleis­ten­der europäis­ch­er Recht­san­walt kann bei beste­hen­dem Vertre­tungszwang nur dann wirk­sam Prozesshand­lun­gen vornehmen, wenn er im Ein­vernehmen mit einem Recht­san­walt han­delt und das Ein­vernehmen bei der ersten Prozesshand­lung schriftlich nachgewiesen wird. Vor dem Bun­des­fi­nanzhof muss sich nach § 62 Abs. 4 i.V.m. Abs. 2 Satz 1 FGO jed­er Beteiligte, sofern

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