Revisionsverfahren im Strafrecht & wann es sich lohnt

Grundsätzlich wird zwischen Strafrecht von öffentlichem Interesse und dem Zivilrecht unterschieden. Im Zivilrecht geht es vornehmlich um einen Schadensausgleich bei Betroffenen, diese Ansprüche können nicht über die Polizeibehörden geltend gemacht werden. Vielmehr lohnt es sich, einen Fachanwalt einzuschalten, und den Rechtsanspruch vor einem Gericht einzufordern. Das Strafrecht hingegen umfasst alle Tatbestände, die nicht nur einem einzelnen Individuum dienen, wie etwa eine Schadensersatzleistung. Eine Strafanzeige kann direkt auf dem Polizeirevier erstattet werden, vielerorts gibt es zudem Onlinewachen, die rund um die Uhr für Bürger erreichbar sind. Wer sich für einen Tatbestand vor den Behörden rechtfertigen muss, tut in jedem Fall gut daran, sich zeitnah juristischen Beistand zu suchen. Gegen einen bereits erhaltenen Strafbefehl kann der Anwalt dann sofort Widerspruch einlegen oder gegen einen richterlichen Beschluss in Revision gehen.

Revisionsverfahren im Strafrecht & wann es sich lohnt

Ein Anwalt hilft beim korrekten Revisionsantrag im Strafrecht

Revision wird entweder dann eingelegt, wenn eine Verurteilung zu Unrecht ausgesprochen wurde, oder aber das Strafmaß unangemessen hoch ausfällt. Ein kompetenter Anwalt hilft aber auch, wenn es formale Fehler in einem Verfahren gab oder sonstige Gründe gegen die Anordnung vom Gericht sprechen. In einigen Fällen kann ein Richter voreingenommen sein, das ist nur menschlich. Eine objektive Urteilsfindung ist dann nicht möglich, sodass der Fall erneut verhandelt werden muss. Wichtig ist in jedem Fall, dass alle gerichtlichen Einspruchsfristen eingehalten werden. In der Regel liegt die Frist zum Widerspruch bei 14 Werktagen ab Zustellung des Einschreibens. Wichtige Briefe von den verschiedenen deutschen Gerichten erhalten Sie im gelben Umschlag, Gerichtspost wird per Einwurfeinschreiben zugestellt. Einen direkten Nachweis über die Entgegennahme gibt es anders als beim persönlichen Einschreiben also nicht. Dennoch sind Angeklagte in der Beweispflicht, falls der Postbote das Kuvert aus Versehen falsch eingeworfen hat. Um gemeinsam mit einem Juristen in Revision gehen zu können, muss eine einwöchige Frist eingehalten werden. Spätere Einwände können vom Gericht nicht mehr akzeptiert werden, der fehlerhaft erteilte Richterspruch wird dann rechtskräftig und zudem sofort vollstreckbar.

Wann ist eine Revision überhaupt möglich?

Die Strafprozessordnung regelt ganz klar, wann ein Beklagter überhaupt in Revision gehen kann. Wird der Revisionsantrag unzureichend formuliert, kann das Gericht ihn einfach ablehnen. Ein Fachanwalt für Strafrecht mit Berufserfahrung bringt die strittige Rechtsprechung so zum Ausdruck, dass eine Revision möglich wird. In diesem Fall unterscheidet sich die Revision also maßgeblich von der Berufung, bei dem alle Tatsachen noch einmal vor einem anderen Gericht verhandelt werden. Ein Revisionsantrag beschränkt sich hingegen auf eine fehlerhafte Verfahrensausübung, auch wenn durch das Urteil gültiges Recht missachtet wird, lohnt es sich, mit der Unterstützung eines kompetenten Fachanwalts in Revision zu gehen. Häufig lässt sich eine Revision ganz ohne eigene Beteiligung abwickeln, da ein erneutes persönliches Erscheinen vor Gericht nicht unbedingt erforderlich ist im Revisionsverfahren. Ab dem Moment der Revision gilt das Gerichtsurteil als nicht rechtskräftig. Es kommt also so lange zu keinen nachteiligen Konsequenzen, solange ein Revisionsverfahren läuft. In diesem Punkt sind Revision und Berufung also identisch. Es gibt Präzedenzfälle, in denen das Gerichtsurteil durch eine Revision verändert werden kann, Ihr Fachanwalt für Strafrecht findet die beste Lösung für Ihre individuelle Situation!

Wo finde ich einen passenden Juristen für die strafrechtliche Revision?

Wie Ärzte, Architekten oder Steuerberater dürfen auch Anwälte keine Werbung für die eigene Kanzlei betreiben. Daher bleibt meist nur die Erfahrung im Freundes- und Bekanntenkreis, um einen guten Fachanwalt für Revisionsverfahren im Strafrecht zu finden. Auch online ist es aber möglich, Anwälten eine Bewertung zu hinterlassen. Dies geht entweder über die Google Rezensionen, häufig aber auch direkt auf der Internetseite einer Anwaltskanzlei. Im regionalen Branchenbuch finden sich in der Print-Fassung alle Anwälte vor Ort, viele Branchenbücher sind jedoch mittlerweile im Internet weitaus aussagekräftiger. So lässt sich über den Service der Gelben Seiten direkt ein Angebot vom eingetragenen Fachanwalt anfordern, was dabei hilft, die voraussichtlichen Kosten für das Revisionsverfahren im Strafrecht abzuschätzen. Häufig bieten auch die verschiedenen Branchenbücher mittlerweile die Möglichkeit, die Dienstleistung eines Rechtsanwalts persönlich zu bewerten. Wie so oft finden sich online dabei vornehmlich Kommentare von unzufriedenen Mandanten, denn kaum jemand nimmt sich die Zeit, eine herausragende anwaltliche Vertretung vor Gericht nachträglich positiv zu bewerten.

Revision ohne Anwalt einlegen – wie sinnvoll ist das?

Gerade beim Revisionsverfahren ist es wichtig, wesentliche Belange vorzutragen, die eine derartige Überprüfung durch ein höhergestelltes Gericht rechtfertigen. Einem Laien ohne juristisches Hintergrundwissen gelingt eine Begründungsschrift nicht immer so, dass der beanstandete Sachverhalt klar kommuniziert wird. Im Internet finden sich häufig widersprüchliche Angaben, die bei fehlerhafter Anwendung zu einer Ablehnung des Revisionsverfahrens führen können. Wer also wirklich daran interessiert ist, sein Recht auf Revision durchzusetzen, sollte auf keinen Fall auf die Fachkenntnisse eines fähigen Juristen verzichten.

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