Das beschränkt ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel – und der Gegen­stands­wert der anwalt­li­chen Tätig­keit

Der Wert der Gerichts­kos­ten rich­tet sich auch in Fäl­len, in denen zunächst unbe­schränkt Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de ein­ge­legt und die­se nach­träg­lich beschränkt wur­de, gemäß § 47 Abs. 3, Abs. 1 Satz 1 GKG danach, inwie­fern die Beschwer­de­füh­re­rin eine Abän­de­rung der Ent­schei­dung begehrt [1].

Das beschränkt ein­ge­leg­te Rechts­mit­tel – und der Gegen­stands­wert der anwalt­li­chen Tätig­keit

Dem­ge­gen­über bestimmt sich der Gebüh­ren­an­spruch des Rechts­an­walts nach dem Gegen­stand sei­ner Tätig­keit, mit­hin vor­lie­gend nach dem Wert, der die Grund­la­ge für den Auf­trag zur Ein­le­gung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de bil­de­te [2].

Die­ser Wert ent­spricht der gesam­ten sich aus dem Beru­fungs­ur­teil erge­ben­den Beschwer der Klä­ge­rin, da der Antrag­stel­ler mit der Über­prü­fung die­ses Urteils in Gän­ze beauf­tragt wor­den war und somit ein unbe­schränkt erteil­ter Rechts­mit­tel­auf­trag vor­lag.

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 6. Novem­ber 2019 – VIII ZR 325/​18

  1. vgl. BGH, Urteil vom 14.12 2017 – IX ZR 243/​16, NJW-RR 2018, 700 Rn. 23[]
  2. vgl. BGH, Urteil vom 14.12 2017 – IX ZR 243/​16, aaO Rn. 24, 29 ; Beschluss vom 09.10.2018 – VII ZR 228/​16 4[]