Die Grund­sät­ze des Anscheins­be­wei­ses für ein bera­tungs­ge­rech­tes Ver­hal­ten

Im Rah­men der Rechts­an­walts­haf­tung besteht für den Bun­des­ge­richts­hof kein Anlass, die Grund­sät­ze des Anscheins­be­wei­ses für ein bera­tungs­ge­rech­tes Ver­hal­ten [1] zu über­den­ken.

Die Grund­sät­ze des Anscheins­be­wei­ses für ein bera­tungs­ge­rech­tes Ver­hal­ten

Ins­be­son­de­re einer Beweis­last­um­kehr im Anschluss an die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Kapi­tal­an­la­ge­be­ra­tung [2] erteilt der Bun­des­ge­richts­hof eine Absa­ge. Hier­für ist nach Ansicht des BGH im Hin­blick dar­auf, dass die Ver­la­ge­rung der Beweis­last bei Ver­trä­gen, wel­che die recht­li­che Bera­tung und Betreu­ung zum Gegen­stand haben, nicht zu einer ange­mes­se­nen Risi­ko­ver­tei­lung zwi­schen den Par­tei­en führt, kein Raum [3].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 5. Juni 2014 – IX ZR 235/​13

  1. BGH, Urteil vom 26.06.2008 – IX ZR 145/​05, WM 2008, 1563 Rn. 23;vom 19.05.2009 – IX ZR 43/​08, WM 2009, 1376 Rn. 15 ; vom 10.05.2012 – IX ZR 125/​10, BGHZ 193, 193 Rn. 36[]
  2. BGH, Urteil vom 08.05.2012 – XI ZR 262/​10, BGHZ 193, 159 Rn. 33 ff[]
  3. vgl. BGH, Beschluss vom 15.05.2014 – IX ZR 267/​12[]