Bestimmende Schriftsätze — und die eigenhändige Unterschrift des Rechtsanwalts

Nach der ständi­gen Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs ist bei bes­tim­menden Schrift­sätzen die eigen­händi­ge Unter­schrift des Ausstellers erforder­lich, um diesen unzweifel­haft iden­ti­fizieren zu kön­nen1.

Bestimmende Schriftsätze — und die eigenhändige Unterschrift des Rechtsanwalts

Doch genügt diesen Anforderun­gen auch die Unter­schrift der Ver­fahrens­bevollmächtigten unter dem Beglaubi­gungsver­merk am Ende der beglaubigten Abschrift, wenn diese inner­halb der Begrün­dungs­frist beim Gericht einge­gan­gen ist.

Denn die beglaubigte Abschrift ein­er Rechtsmit­tel- und Rechtsmit­tel­be­grün­dungss­chrift erset­zt nach ständi­ger Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs die Unter­schrift, wenn der Beglaubi­gungsver­merk vom Prozess- oder Ver­fahrens­bevollmächtigten der rechtsmit­telführen­den Partei hand­schriftlich vol­l­zo­gen ist2.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 25. Sep­tem­ber 2014 — IX ZB 11/14

  1. BGH, Beschluss vom 16.07.2013 — VIII ZB 62/12, NJW-RR 2013, 1395 Rn. 11 mwN []
  2. BGH, Beschluss vom 26.03.2012 — II ZB 23/11, NJW 2012, 1738 Rn. 9 mwN []