Bei­ord­nung eines Not­an­walts

Die Bei­ord­nung eines Rechts­an­walts nach § 78b Abs. 1 ZPO setzt vor­aus, dass die Par­tei trotz zumut­ba­rer Anstren­gun­gen einen zu ihrer Ver­tre­tung berei­ten Rechts­an­walt nicht fin­det und die beab­sich­tig­te Rechts­ver­fol­gung nicht mut­wil­lig oder aus­sichts­los erscheint [1].

Bei­ord­nung eines Not­an­walts

In dem hier ent­schie­de­nen Fall hat der Klä­ger nach Auf­fas­sung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht nach­ge­wie­sen, sich in hin­rei­chen­der Wei­se bemüht zu haben, einen zur Ver­tre­tung berei­ten Rechts­an­walt zu fin­den. Nach sei­nem Vor­trag hat er das Man­dat in ca. 10 Gesprä­chen beim Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­wäl­ten erfolg­los ange­tra­gen. Ange­sichts der Tat­sa­che, dass es mitt­ler­wei­le 26 Kanz­lei­en mit ins­ge­samt 37 beim Bun­des­ge­richts­hof zuge­las­se­nen Rechts­an­wäl­ten gibt, genügt dies nicht, um die Bestel­lung eines Not­an­walts zu recht­fer­ti­gen [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 10. Sep­tem­ber 2012 – VI ZB 40/​12

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 13.12.2011 – VI ZA 40/​11, DAR 2012, 144 mwN[]
  2. vgl. BGH, Beschluss vom 13.12.2011 – VI ZA 40/​11, aaO[]