Die ineinander verschlungenen Buchstaben der Unterschrift

Es ist unschädlich, wenn bei der Unter­schrift des Prozessvertreters einzelne Buch­staben seines Namens ineinan­der ver­schlun­gen sind.

Die ineinander verschlungenen Buchstaben der Unterschrift

Denn auch ein nicht les­bar­er Namen­szug ist als Unter­schrift anzuerken­nen, wenn der Unterze­ich­n­er auch son­st in gle­ich­er oder ähn­lich­er Weise unter­schreibt1.

Erforder­lich ist lediglich, dass der Prozessvertreter dabei einen indi­vidu­ellen, nicht nur als Handze­ichen oder Para­phe anzuse­hen­den, son­dern den Anforderun­gen an eine Unter­schrift genü­gen­den hand­schriftlichen Schriftzug ver­wen­det2.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 17. April 2018 — XI ZB 4/17

  1. BGH, Beschluss vom 26.04.2012 — VII ZB 36/10, NJW-RR 2012, 1140 Rn. 8 []
  2. vgl. hierzu BGH, Beschlüsse vom 26.02.1997 XII ZB 17/97, Fam­RZ 1997, 737; vom 27.09.2005 — VIII ZB 105/04, NJW 2005, 3775; und vom 16.09.2010 — IX ZB 13/10, NZI 2011, 59 Rn. 6 []