Das Zustelldatum auf dem Empfangsbekenntnis — und der Gegenbeweis

Zwar bringt ein Emp­fangs­beken­nt­nis als Pri­vaturkunde nach § 416 ZPO grund­sät­zlich Beweis nicht nur für die Ent­ge­gen­nahme des darin beze­ich­neten Schrift­stücks, son­dern auch für den Zeit­punkt von dessen Emp­fang.

Das Zustelldatum auf dem Empfangsbekenntnis — und der Gegenbeweis

Jedoch ist der Gegen­be­weis für die Unrichtigkeit der im Emp­fangs­beken­nt­nis enthal­te­nen Angaben zuläs­sig.

Dafür ist erforder­lich, dass die Richtigkeit der Angaben im Emp­fangs­beken­nt­nis nicht nur erschüt­tert, son­dern die Möglichkeit, die Angaben in dem Emp­fangs­beken­nt­nis kön­nten richtig sein, aus­geschlossen ist1.

Bun­des­gericht­shof, Beschluss vom 11. Sep­tem­ber 2018 — XI ZB 4/17

  1. vgl. BGH, Beschluss vom 19.04.2012 — IX ZB 303/11, WM 2012, 1210 Rn. 6 mwN []