Sozietät aus Rechtsanwälten und Steuerberatern — und die Verjährungsfrist bei der Beraterhaftung

Erfol­gt die Erstel­lung eines Dar­lehnsver­trages durch einen in ein­er Sozi­etät mit Steuer­ber­atern täti­gen Recht­san­walt im Rah­men eines von der Sozi­etät erar­beit­eten Gesamtkonzeptes, so ist dieser Anwalt nicht auss­chließend rechts­ber­a­tend tätig. Mithin unter­fiel die Erstel­lung des Dar­lehensver­trages nicht als rechts­ber­a­tende Tätigkeit der Ver­jährungsregel des § 51b BRAO aF. Vielmehr liegt eine

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Beweiserleichterungen bei Rechtsanwaltshaftung und Steuerberaterhaftung

In Fällen der Rechts- und Steuer­ber­ater­haf­tung bes­tim­men sich die Beweiser­le­ichterun­gen für den Ursachen­zusam­men­hang zwis­chen Pflichtver­let­zung und Schaden nach den Grund­sätzen des Anscheins­be­weis­es1. Lässt der Man­dant offen, für welche von mehreren möglichen Vorge­hensweisen er sich bei pflicht­gemäßer Beratung entsch­ieden hätte, ist die notwendi­ge Schadenswahrschein­lichkeit nur gegeben, wenn diese sich für alle

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Der ehemalige Scheinsozius — und die Sekundärhaftung

Ein Anspruch des Man­dan­ten aus Sekundärhaf­tung beste­ht auch gegen den Anwalt, der als Schein­soz­ius wegen der primären Pflichtver­let­zung nur ana­log § 128 HGB haftet, aber im Rah­men eines per­sön­lichen Fol­ge­man­dats die sekundäre Hin­weispflicht ver­let­zt. Find­et für die Ver­jährung des Schadenser­satzanspruchs aus pos­i­tiv­er Ver­tragsver­let­zung aus dem Anwaltsver­trag noch § 51b BRAO

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Beratungspflichten aus dem Anwaltsvertrag — und der Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter

Ein Drit­ter kann in den Schutzbere­ich ver­traglich­er Pflicht­en ein­be­zo­gen sein, wenn der geschützte Dritte mit der Hauptleis­tung des Schutzpflichti­gen bes­tim­mungs­gemäß in Berührung kommt, zu dieser Leis­tungsnähe ein schutzwürdi­ges Inter­esse des Gläu­bigers an der Ein­beziehung des Drit­ten in den Schutzbere­ich des Ver­trags hinzutritt und dem Schutzpflichti­gen die Ein­beziehung Drit­ter in sein

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Der Anscheinsbeweis bei der Rechtsanwaltshaftung und der Steuerberaterhaftung

In Fällen der Rechts- und Steuer­ber­ater­haf­tung bes­tim­men sich Beweiser­le­ichterun­gen für den Ursachen­zusam­men­hang zwis­chen Pflichtver­let­zung und Schaden nach den Grund­sätzen des Anscheins­be­weis­es1. Unter welchen Voraus­set­zun­gen in Fällen der Rechts­ber­ater­haf­tung für den Ursachen­zusam­men­hang zwis­chen Pflichtver­let­zung und Schaden zugun­sten des Man­dan­ten Beweiser­le­ichterun­gen in Betra­cht kom­men, lässt sich der ständi­gen Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs ent­nehmen,

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Die Grundsätze des Anscheinsbeweises für ein beratungsgerechtes Verhalten

Im Rah­men der Recht­san­walt­shaf­tung beste­ht für den Bun­des­gericht­shof kein Anlass, die Grund­sätze des Anscheins­be­weis­es für ein beratungs­gerecht­es Ver­hal­ten1 zu über­denken. Ins­beson­dere ein­er Beweis­las­tumkehr im Anschluss an die Recht­sprechung des Bun­des­gericht­shofs zur Kap­i­ta­lan­lage­ber­atung2 erteilt der Bun­des­gericht­shof eine Absage. Hier­für ist nach Ansicht des BGH im Hin­blick darauf, dass die Ver­lagerung der

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